Allgemein, Europa

Ein perfekter Tag in Neapel

25. Juni 2019

Ein Stop auf unserer Kreuzfahrt durch das westliche Mittelmeer war Neapel. Wir mussten uns entscheiden zwischen Ausflügen zum Vesuv, nach Pompeji, an die Amalfiküste oder Neapel auf eigene Faust. Die Entscheidung fiel nicht schwer – und hier kommt unser perfekter Tag in Neapel.

Start: 10:00 Uhr am Hafen
Ende: 18 Uhr am Hafen

1. Etappe: Vom Hafen in die Altstadt

Neapel ist eine so quirlige und lebensfrohe Stadt – wenn auch vielleicht nicht immer für jeden einfach zu handhaben. Wir lassen uns bereits vom ersten Schritt an durch die Straßen treiben – ich habe mir vorab ein paar Sehenswürdigkeiten auf Google Maps gespeichert und nun streifen wir durch die verwinkelten Gassen und entdecken Neapel auf unsere eigene Weise.

Nachdem wir die größeren Boulevards todesmutig überquert haben, ist man schnell in den wirklich richtig engen Gassen der Altstadt. Vorbei an Wohnruinen, denen man als Besucher dennoch einen gewissen Charme nicht absprechen kann. Als wir an einem Tante Emma Laden vorbeikommen, warnt mich die junge Verkäuferin, dass ich mit meinem Handy aufpassen soll. Ja, mit dem Roller ist das Ding wohl mal schnell aus der Hand gerissen.

In den kleinen Gässchen ist man relativ allein. Genießt das, denn schnell ist man wieder im Trubel der Touristen, spätestens an unserem ersten Punkt, dem Kloster von Santa Chiara.

Ab hier ist man im Herzen der touristischen Altstadt und auf unserem Weg liegen:

  • Palazzo Venezia: ein wunderschönes Wohnhaus mit Innenhof
  • die berühmte Krippenstraße/ Via S. Gregorio Armeno
  • Kathedrale von Neapel
  • Piazza Bellini: mit Teilen der antiken Stadtmauer. Hervorragend auch für einen ersten oder zweiten Kaffeestop geeignet. Bringt Euch zu Eurem Capuccino ruhig ein Stück Gebäck aus einer der wirklich leckeren Bäckereien in der Umgebung mit. Das stört hier keinen.

Von hier geht es Richtung VIA Toledo – die Haupteinkaufsstraße erstreckt sich kilometerlang und endet am Hafen bzw. am sehenswerten Piazza del Plebiscito. Wir biegen aber vorher ab.

An der Station Augusteo besteigen wir die Funicular, die uns in die höher gelegene Neustadt von Neapel bringt.

2. Etappe: Über den Dächern der Stadt – Vomero

Als wir an der Piazza Fuga die Funiclar verlassen knurrt langsam unser Magen. Es ist Zeit für PIZZA! Über den Piazza Vanvitelli laufen wird durch die viel großzügiger gebauten Straßen Vomeros und werden in einer kleinen Seitenstraße fündig. In der kleinen Pizzeria Sandropizettata essen wir eine waschechte Pizza napoletana.

Gestärkt geht es jetzt zum nächsten Highlight der Burg St. Elmo. Wir sparen uns den Eintritt und genießen für einen Moment den unbeschreiblichen Blick über die Dächer Neapels am Belvedere San Martino – for free.

Von hier aus geht es zu Fuß über die Via Pedamentina San Martino, die aus verschlungenen kleinen Straßen und Treppenabsätzen besteht, zurück in die tiefer gelegene Altstadt. Ein herrlicher Weg, der immer wieder zum Verweilen und Gucken und Staunen einlädt.

3. Etappe: Ein Stück authentisches Neapel

Folgt man dem Weg, kommt man an der Funicular Station Emanuele heraus und läuft in einem weiten Bogen mit Blick auf das Meer Richtung Altstadt. Traut Euch ruhig irgendwann links abzubiegen und in die wieder sehr kleinen, verwinkelten und urtypischen napoletanischen Gassen einzutauchen. Es lohnt sich.

Irgendwann gelangt Ihr auch wieder auf die Via Toledo oder Ihr lasst Euch direkt vie Google Maps zur Galleria Umberto leiten. Ein architektonisch tolles Einkaufszentrum, welches leider seine besten Zeiten schon hinter sich hat.

Wir sind jetzt schon auf der Zielgeraden – und laufen Richtung Piazza del Plebiscito. Genießt den riesigen Platz, die herrlichen Gebäude, den 360Grad Blick, bevor es Richtung Meer, an der Strandpromenade für uns nun wieder zum Kreuzfahrthafen und damit Richtung Heimat geht.

Ich hoffe Ihr hattet einen ebenso schönen und aufregenden Tag wie wir in Neapel. Schreibt mir gern Eure Tipps und Highlights in die Kommentare.

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