Allgemein, Asien, Indonesien

Bali (Teil 1): Surfbrett + ICH + Wellen = das ganz große Elend

23. August 2016

Surfen lernen auf Bali, Canguu

Ich habe mir mal wieder Großes vorgenommen…ich will surfen lernen. Das ist ja so ziemlich der coolste Sport überhaupt – chillig mit dem Board am Strand entlang schlendern. Ab und zu ein paar Wellen reiten, einen knackigen und braungebrannten Körper bekommen. Ja, so in etwa stellte ich mir das vor :-). Und ich hatte mir den perfekten Ort dafür ausgesucht – Bali.

Los gehts – Ripcurl Surfschule

Bereits Tage zuvor war ich schon nervös, aber voller Vorfreude. Und dann, Montag morgen wurde ich um 9 Uhr von der Ripcurl Surfschule abgeholt. Im Wagen saß bereits Jennifer, mein Surfbuddy für die nächsten Tage. Beide waren wir (…ähm, einer ist es bis heute noch) blutige Anfänger und tapsten dann auch mit gehörig Respekt an die Rezeption.

Ich bekam ein mega cooles Surfshirt – neon pink – passte super zu meiner Haut ;-).
Check: gut aussehen auf dem Board.

Die megaauffällige, aber notwendige Zinksonnencreme ins Gesicht geschmiert – jetzt sah ich tatsächlich aus wie ein Profi. Nur der olle Helm hat für mein Fashionveständnis extrem gestört.

Das Surfbrett war riesig, aber das ist für Anfänger ganz normal. Ein Softboard, welches mich noch gut um 50cm überragte. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung zum Thema Ebbe/ Flut, Aufbau von Wellen, etc. – ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht wirklich viel verstanden habe – ging es ans Meer, aber noch nicht ins Wasser. Erstmal war aufwärmen angesagt, eine kleine Runde joggen am Strand … bähhhh 🙁 etwas dehnen und Trockenübungen zum Aufstehen auf dem Brett. Dann aber Board geschultert und ab ins kühle Nass. Jipieh!

Wie heißt es so schön – auch ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn oder eher Anfängerglück?

He, für den Anfang ging es gar nicht mal schlecht. Immerhin habe ich es 2x (von gefühlten 20x) geschafft aufzustehen und, zwar ziemlich wackelig, ein paar Sekunden auf dem Brett zu stehen. Anerkennendes Nicken von den Trainern, stolzer so-tun-als-ob-man-es-schon-total-drauf-hätte-Blick auf den Fotos. Na das schien doch ganz gut zu laufen.

Mein Zuhause für die nächsten 5 Tage war das Kimasurfcamp in Canggu – eine Oase für alle die bereits surfen können oder wie wir, es lernen wollen. Regulär gibt es 2x am Tag Surfeinheiten, an verschiedenen Stränden, je nach Wellengang und für jedes Level. Am Abend zuvor trägt man sich online für die entsprechende Session ein. Von der Surfschule bekam ich ein eigenes Board zugewiesen – es war zwar auch ein Longboard, für Anfänger, aber deutlich schmaler und viel härter…das würde wehtun, wenn ich das an den Kopf kriegen würde.

Tag 1 ging mit einem phänomenalen Sonnenuntergang und einem guten Gefühl zu Ende.

Tag 2 und der Albtraum „Surfen lernen“ beginnt

Der Wecker klingelt um 6.30 Uhr. Das ist schon ziemlich spät, denn Surfer sind frühe Vögel und die Wellen nun mal am Besten während oder kurz nach Sonnenaufgang.

Laut Surfschule sollten wir heute das Paddeln üben. Bisher wurden wir von den Trainern mit ordentlich Schwung in die Welle geschubst, heute sollten wir es schon mit eigener Kraft probieren. Und das Unheil nahm seinen Lauf…ab diesem Tag schaffte ich es KEIN EINZIGES Mal mehr aufzustehen. Nix! Nada! Niente!

Ich hievte mich auf die Knie und dort blieb ich dann bis mich entweder eine Welle vom Brett warf oder mich ans Ufer spülte. Es war zum Ausderhautfahren! 🙁

Im Camp bekam ich ein neues Brett, es war dicker und sollte mir ein besseres Gleichgewicht im Wasser verschaffen. Und es war grün – die Farbe der Hoffnung. Immer und immer wieder trainierten wir das Aufstehen auf dem Sand – das klappte Prima. Ich bekam sogar Extranachhilfestunden im Camppool – dort bin ich wenigstens nicht direkt auf der anderen Seite des Bretts wieder ins Wasser gerutscht. Nur im Wasser ging gar nichts.

Bei meiner letzten Surfstunde in der Surfschule stellten sie mir dann sogar noch einen extra Lehrer an die Seite. Aber selbst dessen aufmunternde und motivierende Worte „Darling, i’m gonna make you stand up on the board!“ halfen nicht wirklich.

Die Schürfwunden an den Knien wurden mit jedem Tag größer, meine Zuversicht dafür jeden Tag kleiner. Gott sei Dank hatte ich nur 5 Tage Surfcamp gebucht – und so konnte ich dann endlich am Donnerstag Nachmittag des Brett „in die Ecke werfen“ und das Kapitel Surfen als gescheitert abhaken – nun gut, zumindest für diesen Urlaub ;-).

Pech im Spiel, Glück in der …

Bei der letzten Stunde hatten wir den Campfotografen dabei, Anto, und ich am Ende meines leidigen Surfausfluges dann trotzdem ein Date :-)!

Ausflugstipps rund um Canggu, Bali

So war ich wieder mit der Welt ausgesöhnt. In den letzten Tagen habe ich dann auch nicht mehr viel gemacht ausser zu relaxen und mir von Anto die Gegend zeigen zu lassen. Mit dem Scooter düsen wir durch die Landschaft, Uluwatu, Tanah Lot, Jimbaran Beach, schnorcheln am, leider total überfüllten Padang Bai Beach, unglaubliche Sonnenuntergänge und leckeres einheimisches Essen.

Ich kann mich nicht von Bali losreissen –  die Zeit vergeht hier gefühlt noch mal um so vieles schneller :-(.

Mittlerweile habe ich schon zum 3. Mal die Unterkunft gewechselt, weil ich immer nochmal verlängere, die Unterkünfte aber so stark frequentiert sind. Ein Geheimtip für ein unglaublich schönes und mega entspanntes Homestay, das Beste auf der ganzen Reise bisher: Berawa Beach Surf Stay

„Leider“ muss ich irgendwann weiter. Nächste Insel: Lombok.

Hier geht’s wie immer zum kompletten Fotoalbum.

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2 Kommentare

  • Antworten Bee 23. August 2016 at 15:26

    Surfklamotten und -Brett stehen Dir unglaublich gut. Sexy!

  • Antworten Dennis 24. August 2016 at 11:15

    Liebe Janine, ich konnte mir die Surfversuche bildlich sehr gut vorstellen und musste teilweise echt herzhaft lachen. Aber finde wie „Bee“: Hauptsache sexy. 🙂
    Und die Bilder sind echt mal wieder der Hammer

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