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Schloß Filseck – Uhingen, Baden-Württemberg

4. April 2018

Wir betreten den riesigen Innenhof durch ein schweres Holztor. Das Restaurantschloß öffnet seine Pforten erst um 18 Uhr. Abgesehen von dem Restaurant, ist Schloß Filseck ein klassischer Tagungsort, allerdings ohne Übernachtungsmöglichkeiten. Diese gibt es in den naheliegenden Ortschaften wie z.B. Göppingen, zur Genüge.

Atmosphäre

Eine freundliche Begrüßung gleich bei Eintritt und wir werden direkt durch den hohen Restaurantsaal zu unserem Tisch geleitet.  Wir befinden uns in den Gemäuern des Schlosses, daher kann es etwas kühl werden. Dies trägt allerdings zu einem sehr authentischen Erlebnis bei. Wir sind bisher die einzigen Gäste, die an einem geschmackvoll eingedeckten Tisch Platz nehmen. Der Service ist absolut erstklassig. Sehr um uns bemüht. Stets nach dem Motto: wenn man ihn braucht ist er da und wenn nicht, merkt man ihn nicht.

Geschmack

TOP! Nun gut, es ist auch ein sehr hochpreisiges Restaurant, daher darf man ruhig erstklassigen Geschmack erwarten. Auf der Menükarte steht ein Ostermenü, mit regionalen Spezialitäten in internationaler Geschmacksrichtung. Inkl. einer 5-gängigen Weinbegleitung liegt das Menü bei ca. 113€. Ein durchaus fairer Preis. Normal kann man aus zwei 3-6-Gänge Menüs auswählen. Inkl. Weinbegleitung liegen die Preise zwischen 97€ – 135€ p.P. Alle Gerichte können aber auch á la carte bestellt werden.

Gruß aus der Küche

Verschiedene Brotvarianten mit Hüttenkäse und einer Paprikabutter. Haut mich noch nicht vom Hocker, da ist definitiv noch Raum nach oben.

Erster Gang

Gebackene Entenpraline mit Artischocken und Kerbelsalat – WOW! Die Artischockenblätter sind vermutlich leicht frittiert (auf der Karte steht „Textur“)? Das Entenfleisch ist super zart und die Jus zum Ausschlecken.

Zweiter Gang

Gazpacho von der Karotte, mit Ingwer und Rotgarnele. Weil die Temperaturen doch noch etwas kühl draußen sind, werden wir gefragt, ob wir unsere Gazpacho warm möchten. Wir nehmen diesen Vorschlag gern an. Ich bin dennoch irritiert, als ich wenige Minuten später eine „Karottensuppe“ vor mir stehen habe. Eine sehr wohl schmeckende, vor allem mit dem in Hauch dünnen Scheiben geschnitten Ingwer, zwar, aber Gazpacho kenne ich doch etwas anders.

Dritter Gang

Wilder Wolfsbarsch mit Bärlauchspinat und grünem Spargel-Risotto. Mein persönlicher Favorit. Die leichte Säurenote im Risotto – hmmmm. Der leichte Knoblauchgeschmack vom Bärlauch – hmmmm. Der auf den Punkt zubereitete, absolut köstliche Wolfsbarsch – hmmmmm. Einfach lecker!

Vierter Gang

Lamm mit einer Polenta und Caponata-Gemüse. Das Lamm auch einfach nur auf den Punkt, wahnsinnig aromatisch und ein Genuß. Die Polenta war (vermutlich) in einer WanTan-Teigtasche eingehüllt – eine klasse Idee, allerdings habe ich hier die Thymiannote vermisst.

Fünfter Gang – Dessert

Rhabarber und Milch an Texturen – eine einfache Creme, mit einem zartschmelzenden Rhabarber Eis-Kern, bedeckt mit Krokant und hauchdünnen Rhabarberscheiben. Ein Dessert welches einfach erschien, aber geschmacklich durchaus besonders war.

Anfahrt

Auf der Schraie Göppingen-Faurnadau

Bewertungssystem: 5= ausgezeichnet; 1= schlecht

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