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Oh Panama – Schöneberg, Berlin

10. Juli 2018

Man kann schon sagen das ich kurz sprachlos war, als ich im Oh Panama Platz nahm. Eine Freundin hatte das Restaurant empfohlen bekommen – und ich war mir bei der Adresse (unmittelbare Nähe Kurfürstenstr.) nicht ganz sicher ob diese Empfehlung wirklich gut war. Aber immer auf der Suche nach was Neuem und positiven Überraschungen freute ich mich auf einen schönen Abend!

Atmosphäre

Erstmal bin ich dran vorbeigefahren – ganz klassisch für ein Hinterhofrestaurant. Kein Schild weist auf das Restaurant hin. Und auch im Hinterhof war ich mir Anfang nicht ganz sicher richtig zu sein. Dank Google-Maps versuchte ich aber mein Glück. Ein recht kleines Leucht-P über der Tür zeigt mir dann, dass ich hier richtig bin.

Eine kleine Treppe führt nach unten und ich betrete einen Raum, der eher an ein Wohnzimmer oder einen großen Salon erinnert als an ein Restaurant. Ich werde freundlich in Empfang genommen und dann geht es wieder eine Treppe hoch in den großen, hellen und toll eingerichteten „Speisesaal“. Ja, und hier sitze ich nun und bin wirklich sprachlos.

Tolle Einrichtung – hell, freundlich, schick, gold mit viel weiß. Zugegeben – es fühlt sich schick und hipstermäßig an. Aber ich mag das 🙂

Das Publikum ist gut durchmischt. Wahrscheinlich liegt es an den Preisen und der frühen Stunde (wir hatten nur noch einen Tisch für 18.45 Uhr bekommen) – eher älteres Publikum, Touristengruppen, man hört englisch, italienisch, …. . Als wir gehen ist der Andrang groß und das Publikum wird noch eine Spur stilsicherer und etwas jünger.

Essen & Trinken

Peruanische Tapas haute cuisine  – sehr stylish und exquisit. Es gibt keine klassischen Vor- und Hauptspeisen – pro Person sollten 3/4 Gerichte ausgewählt werden. Meiner Meinung müssen es aber schon 4 (inkl. Dessert) sein, um gesättigt aus dem Abend rauszugehen. Die Portionen sind lecker, aber leider eher überschaubar.

Es gibt viel Fisch und Fleisch sowie eine kleine Auswahl für Vegetarier. Mein Favorit war das Ceviche und die Barbarie-Ente. Das Tartar wurde ebenfalls hochgelobt.

Mein Lowlight waren die Buchweizen-Ravioli, da diese nicht zusammenhielten und am Ende ein Stück Teig im Teller lag. Sehr lecker, aber leider völlig unzureichend von der Größe war das Dessert – eine „Rafaello“-Kugel für 9€. Bitte?!

Der Wein und die Empfehlung waren bestens und auch die Cocktails, wieder überschaubar in der Größe, waren ausgefallen und super lecker!

Fazit: Nichts für den Bärenhunger, aber TOP fürs Fine-Dining, z.B. für einen Mädels-Abend!

Service

Sehr aufmerksam, dabei nicht aufdringlich!

Weinberatung war kompetent, wenn ich auch ein wenig das Gefühl hatte das der Sommelier enttäuscht war, das ich nicht seiner ersten Empfehlung gefolgt bin ;-).

Was mir in dieser Klasse der Restaurant immer auffällt – und ich weiß noch nicht ob ich das gut finde oder nicht –tendenziell sind immer 1-2 Servicekräfte zu viel, pro Tisch/ Gast. Meist springen noch sogenannte „Manager“ mit rum, in Anzug und Krawatte, die den Servicekräften dann immer noch reinpfuschen und in der Kommunikation zum Gast mehr Verwirrung stiften.

Anfahrt

Potsdamer Straße 91, 10785 Berlin

U1/3, Bus 106/ 187 / M29/ M48/ M85 Kurfürstenstr.

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