Allgemein, Nordamerika

I’m goin to Miami – Welcome to Miami

4. Februar 2018

Nun ging es tatsächlich nach Miami – Miami Beach, Little Havanna….schon seit Jahren möchte ich an diese für mich magisch klingenden Orte. Und jedesmal ist etwas dazwischengekommen – als ob das Schicksal nicht wollte, dass Miami und ich zusammenkommen. Was natürlich das Verlangen noch viel stärker machte. Und dann noch die deprimierenden Wetteraussichten in Deutschland. Im Januar einen kleinen Ausflug ins warme Miami erschien mir nicht nur passend, sondern die einzig logische Konsequenz. Da ich diesmal nicht allein unterwegs bin, ist Schluß mit Mehrbettzimmern … Gott sei Dank ;-). Zu Zweit kann man sich ja doch etwas mehr Luxus leisten. Am Schnellsten war wie immer die Routenplanung. Miami – Key West – Everglades – Sanibel Island – Miami. Viel Erholung, wenig tun, reichlich essen und noch mehr Sonne. Mit diesen herrlichen Aussichten stieg ich vor einer guten Woche in den
Flieger.

Überraschend reibungslos und vor allem fix verlief die Ankunft. Sowohl beim Zwischenstopp in Helsinki, als auch bei der Immigration in Miami werden verstärkt Automaten eingesetzt – ich finde Automatisation ja schon sehr cool und probiere gern alles freiwillig und mit kindlichem Enthusiasmus aus – so dass es zu keinen größeren Warteschlangen kommt. Die Officer an der Immigration waren auch mal gesprächiger, so wurden uns nur die Fingerabdrücke ab- und ein wenig vorteilhaftes Profilfoto aufgenommen. Ohne weitere Fragen ging es zur Gepäckausgabe, wo auch schon unsere Koffer auf uns warteten.  Ja richtig …. Koffer … ich habe diesmal auf den Rucksack verzichtet. Hoffe ich doch, eine kleine Shoppingtour in den Staaten einlegen zu können und ausserdem sind wir ja mit dem Auto unterwegs. Das mit der Shoppingtour werde ich mir wohl noch einmal überlegen müssen. Bereits jetzt wiegt mein kleines Köfferchen 22 kg (23kg sind erlaubt) – ich habe überhaupt keine Ahnung wo das alles drin steckt. Ehrlich nicht! Überaus erfreulich und absolut reibungslos verlief die Anreise zu unserem Hotel. Im Gegensatz zu vielen anderen Reisedestinationen sind für die einzelnen Viertel bereits Preise festgelegt und diese sind wirkich fair. So zahlten wir zu zweit für eine Taxifahrt nach Miami Beach 35$, zzgl. Trinkgeld.

Miami begrüßte uns stürmich – im wahrsten Sinne des Wortes. Es windete und es war
nicht gerade warm. Ehrlich gesagt haben wir die ersten Tage ganz schön gefroren. Aber jeden Tag erkämpfte sich die Sonne ein klein wenig vom Himmel zurück.

Tag 1 – Bienvenidos a Miami (biiitsch)!

Der erste Tag in Miami beginnt wie die Nacht zuvor geendet hat – stürmisch. Und fröstelig. Wir huschen schnell an den Strand für das obligatorische „Ich-war-hier-Selfie“, um dann im nächsten Cafe Schutz und einen warmen Kaffee zu suchen. Okay, es ist nicht gaaaaanz so schlimm, immerhin müssen wir Sonnencreme kaufen. Obwohl massig davon aus Deutschland importiert habe ich sie im Hotelzimmer vergessen.


Nach dem kurzen Abstecher an den Strand tauchen wir ein in die Straßen von Miami Beach. Viele Ecken kommen mir als passionierten Miami Vice-Fan, bekannt vor. Der berühmt Art Deco Stil der Gebäude ist faszinierend, aber irgendwie auch deprimierend. Seit der Glanzzeit in den 80zigern scheint sich nicht mehr viel getan zu haben.  Die Farben sind verblasst, die Cafés und Bars auf Touristen ausgelegt. Was uns auffällt, sind die vielen geschlossenen oder leer stehenden Gewerbeflächen. Kleine Shops, die mit Brettern verrammelt wurden oder gähnend Leer ein trauriges Bild abgeben. Dazwischen Tattoo-Studios, Souvenirshops und Take Aways.

Trotzdem macht es riesigen Spaß durch die Straßen zu spazieren. Vor allem beim verführerischen Klang lateinamerikanischer Rhythmen und der spanischen Sprache. Es ist tatsächlich so, dass wir hier mehr Spanisch als Englisch hören und es fast normal ist auf spanisch angesprochen zu werden, oder, wenn man eine Frage auf Englisch stellt, nicht verstanden wird. Verrückte Welt 🙂

Am Nachmittag erkunden wir Miami mit dem Boot. Auf einer 2-stündigen Spritztour durch die Biscayne Bay cruisen wir von einer High Society Insel zur nächsten, am Frachthafen vorbei, bis ins Herz von Downtown Miami. Die Welt der Reichen und Schönen zeigt sich uns in ihrer perversen Pracht. Dieser Luxus ist unfassbar – Villen, Yachten so groß wie Häuser mit Helikopterlandeplätzen, Wohnanlagen, in denen nicht nur schnöde 2-3 Zimmer Appartements vermietet werden, nein, wer hier mietet, mietet die ganze Etage, natürlich mit Schiffsanlegestelle.

Die Welt der Schönen bleibt uns etwas verborgen – auf Grund der Wetterbedingungen räkeln sich nur sonnenhungrige Touristen am Strand. Und während die Schönen auf den Rooftopbars der Stadt Schampus schlürfen, liegen wir Jetlag-bedingt schon im Bett. Allerdings verpassen wir in Sachen Cocktails nicht viel. Wie sagt meine Reisebegleitung – ja, wir probieren es immer wieder und hoffen aufs beste- „scho wieder so a Wässerle mit a bissle Sirup“. 🙂

Tag 2 – Wo bitte gehts nach „Wui-woo“?

Tag 2 beginnt mit viel Sonnenschein und der freudigen Aussicht auf ein zünftiges, amerikanisches Frühstück im angesagten Wynwood Viertel. Der Uber-Fahrer setzt uns direkt vor dem Diner in „Wui-woo“ ab -ja, wir verstehen hier nicht immer alles und jeden sofort- und als wir eintreten wollen, stehen wir vor verschlossener Tür. Prima, ein Tag, der ohne Frühstück beginnt kann schon mal kein guter Tag werden. Oder er wird ein noch besserer durch eine Mega – Waffel mit ordentlich Schlagsahne, Butter und Erdbeeren drauf :-). Hmmmm – lecker! Mit so viel kalorienbedingten Endorphinen im Körper laufen wir durch die Street-Art geschmückten, aber ansonsten eher staubigen Straßen Wynwoods. Auf dem Rückweg gehts durch den Design-District, der so heißt, weil dort auch tatsächlich nur die großen, also die wirklich großen, Designer Ihre Läden haben.

Am Abend dann ein weiteres Highlight: Ein Basketballspiel der Miami Heats gegen die Charlotte Hornets. Keine Ahnung ob PlayOff, Play out oder sonst was, aber schon allein die Show und alles drum herum sind jeden einzelnen Cent wert. Angefangen von der Nationalhymne, die mit voller Inbrunst von einer zierlichen 16-jährigen zu Beginn geschmettert wird – bis hin zu den Pausenfüllern, wo kleine Babies auf einem Sprint-Teppich platziert werden, und dann unter tosendem Geschrei und Applaus (nicht zu vergessen, wir befinden uns gerade in einer Sportarena, zu vergleichen mit der Mercedes Benz Arena in Berlin) als erste ins Ziel krabbeln sollen….die spinnen die Amis. Auch immer wieder erstaunlich für mich, wie leicht Menschen zu erheitern sind. Ein großer Haufen Kinder, denen man sagt was sie tun sollen und sie machen es…überrascht uns das? Nicht wirklich!

Tag 3 – Was bitte ist „Sprühstuhl“?

Auch an Tag 3 weht der Wind noch ordentlich. Daher beschließen wir, es heute ruhiger angehen zu lassen. Wir halten es doch tatsächlich gute 20 Minuten auf einer „Sonnenliege“ am Strand aus und beobachten das tosende Meer. Ich habe Hunger auf TexMex – von dem Ultra Burrito hatte meine Reisebegleitung auch noch am nächsten Tag etwas ;-).IMG_9907

Morgen holen wir das Auto ab und dann geht es nach Key West – in der Hoffnung auf Sonne und wärmere Temperaturen.

Weitere interessante Artikel

1 Kommentar

  • Antworten t.on.air 4. Februar 2018 at 21:46

    Scheint ein tolles Abenteuer zu sein. Viel Spaß noch ihr beiden! Grüße von Leo und mir.

  • Hinterlasse einen Kommentar