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Reisebibliothek: Léon und Louise von Alex Capus

28. Juli 2016

Meine Bewertung: 3 Sterne

Ein Klassiker der romantischen Literatur.

Worum geht’s?
51sx2bwgwoplEine Geschichte, um das sich Lieben bis in den Tod und irgendwie doch nicht zueinander finden. Wir befinden uns in Frankreich, in den Zwanzigern. Ein kleines Dorf, Léon verlässt das elterliche Heim, um seinen ersten Job anzutreten und ein Mann zu werden. Mit dem Fahrrad fährt er mehrere Kilometer in seine neue Heimat und kurz vor dem Ziel wird er von Louise überholt. Unbekümmert und flatterhaft wie ein Schmetterling zieht sie problemlos auf Ihrem alten Herrenrad an ihm vorbei und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Als sich die Zwei nach langem Hin und Her endlich näher kommen, werden sie durch den Einmarsch der deutschen Soldaten getrennt und finden sich erst Jahre später, Léon ist inzwischen mit Yvonne verheiratet und hat 3 Kinder, Luise ist eine selbstständige, alleinlebende Großstadtdame, in Paris wieder. Was nun? Seine Familie kann und will Léon, aus Fürsorge und den gesellschaftlichen Normen entsprechend, nicht verlassen. Und auch Louise hat kein Interesse eine Familien auseinander zu reißen und selbst die Stellung als Heimchen am Herd einzunehmen. Dennoch können die beiden nicht ohne einander und genießen Ihre Zweisamkeit während heimlicher Treffen. In der Zwischenzeit marschieren die Deutschen in Paris ein und während sich Louise, als Sekretärin der französischen Staatsbank, auf geheimer Mission und Flucht nach Südafrika befindet, harrt Leon in Paris aus. Die Zeiten in Paris sind bestimmt vom Diktat der neuen deutschen Führung und dennoch schafft es Leon, was ihm der Leser eigentlich nie zugetraut hätte, durch ein kleines bisschen Zivilcourage aus seinem drögen Alltag auszubrechen. Nur aus seiner Ehe, die immer wieder schwankt zwischen Vernunft und tiefen Gefühlen, die allerdings eher aus der Pflicht und Fürsorge entstehen, bricht er nicht aus. Die Jahre vergehen, und eines Tages steht Louise plötzlich vor der Wohnungstür von Leon und Yvonne.

Würde ich das Buch empfehlen?
Kann man lesen, muss man meiner Meinung nach aber nicht unbedingt. Es ist nicht lang und für den frankophilen Bücherwurm ist es sicherlich eine schöne Lektüre.

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1 Kommentar

  • Antworten Sven F. 1. August 2016 at 14:21

    Bisschen missverständlich. Sie treffen sich in den späten 10er Jahren, und werden in Folge eines deutschen Fliegerangriffs getrennt (WK1). Dann treffen sie sich wieder, und geraten in die Wirren des deutschen Einmarsches in Paris (WK2). Sagt zumindest Wikipedia. 🙂

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